Wie Manuel Neuer die Nummer 1 wurde

1) Die Wand

Mit dem treffenden Spitznamen „Die Wand“ schlug Neuer 2016/17 in Rekordzeit (183 Spiele) Oliver Recks bisherige Bestmarke (232 Spiele), mit Abstand. Er hat auch einen Bundesliga-Rekord von 21 Nullspielen in den Jahren 2015/16 aufgestellt und ist der einzige Torhüter in der Geschichte der Bundesliga in der Plus-100-Auswärtsrunde, der weniger Tore (259) erzielt hat als in der Anfangsphase (343).

2) Natürlicher Gewinner

Statistiken sind eine Sache, aber Medaillen eine Andere… und Neuer – dreimaliger UEFA-Torhüter des Jahres – hat viele davon. Ein Weltmeister 2014, ein fünffacher Bundesligameister, ein UEFA Champions League-Sieger, ein viermaliger IFFHS (International Federation of Football History & Statistics) Bester Torhüter des Jahres. Die Liste ist endlos und zeigt keine Anzeichen von Stagnation für einen Mann, der den Championgeist in seine DNA eingeprägt hat.

3) Übermensch

Neuer hat die Definition der letzten Verteidigungslinie revolutioniert. Für einige ist das Bild der deutschen Nr. 1, der aus dem eigenen Strafraum rast, um Islam Slimani Angriff zu stoppen. Das ist eines der Bilder, die vom Finale im Kopf bleiben.

4) Number Eins

Die Mannschaft hatte eine Reihe von Weltklasse-Torhütern von Sepp Maier und Bodo Illgner bis hin zu Kahn und Lehmann. Neuer war erst 24 Jahre alt, als er bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2010 die Nummer Eins seines Landes wurde. Damit war er der drittjüngste WM-Torwart Deutschlands nach Illgner, der 23 Jahre alt war, als er das triumphale Turnier 1990 startete, und Wolfgang Fahrian, der im Finale 1962 ein roher 20-Jähriger war.

Die Verletzung von René Adler und Robert Enke’s tragischem Selbstmord hat Neuer etwas früher als erwartet in den Mittelpunkt gerückt, aber inzwischen hat er sich mehr als würdig erwiesen. Seit der internationalen Pensionierung von Bastian Schweinsteiger im Jahr 2016 ist Neuer – wie Kahn vor ihm – Kapitän seines Landes als „logische Wahl“ von Joachim Löw für die Armbinde. „Er hat alles, was ich mir von einem Kapitän wünschen kann“, erklärte der deutsche Trainer. „Seine sportlichen Leistungen sind enorm, er ist immer für das Team da, er ist ein Teamplayer und ein tolles Vorbild.“

5) Mehr als ein Torwart

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern oder Zeitgenossen verfügt Neuer auch über technische Fähigkeiten, von denen die meisten Spieler nur träumen können. Ob mit Händen, Füßen, Brust oder Kopf, es gibt kaum einen Pass, den Bayerns unnachahmlicher Torhüte nicht schaffen kann. Suchen Sie einfach’Manuel Neuer‘ auf YouTube und Sie werden sehen.

6) Der beste aller Zeiten

Natürlich würde sich keine dieser seidigen Fähigkeiten zu viel summieren, wenn er nicht die Kunst des Torhaltens perfektioniert hätte. In dieser Abteilung gab es unvermeidliche Vergleiche mit der Bayern-Legende Oliver Kahn. Neuer ist der größte, eigenwillige Torhüter, den das Spiel je gesehen hat.

7) Der beste aller Zeiten?

Also, zur großen Frage… „Für mich ist er der beste Torhüter aller Zeiten, von allen, die ich je gesehen habe“, erklärte Cesar Luis Menotti, der Mann, der Argentiniens FIFA-Weltmeister 1978 war. Er hat die Rolle sicherlich neu definiert, indem er von seinen Kollegen verlangte, dass sie mit den Füßen fast so gut sind wie mit den Händen und das Konzept des „Sweeper-‚Keeper‘ in alle großen Clubs der Welt bringt. „Er könnte im Mittelfeld spielen“, hat Löw behauptet, während Kahn – nicht öffentlich gelobt – Neuer bei der FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2014 als „den besten Torhüter der Welt“ bezeichnete.

Nur Lev Yashin, Dino Zoff und Gianluigi Buffon haben in der Ballon d’Or-Abstimmung einen höheren Platz erreicht als Neuer, der 2014 Dritter wurde, während sein gewichtiger Zug von vier IFFHS World’s Best Goalkeeper Awards nach Buffon und Iker Casillas‘ fünf ist. Seine schillernde Liste von Einzel- und Vereinsauszeichnungen macht ihn noch stärker, aber sie werden Neuer nie vor seinem Hauptaugenmerk blenden: „Ich bin jemand, der sich über jedes zugegebene Tor, jedes verlorene Trainingsspiel ärgert. Dieser Hunger, jeden Tag aufzustehen und für deinen Sport zu leben, ist das Wichtigste.“

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